Was muss ich bei einem Dienstwagen beachten?

Deine Firma erlaubt Dir Deinen Dienstwagen auch privat zu nutzen? Super, aber für diesen Vorteil musst Du leider Steuern zahlen! Doch Du hast die Wahl, wie der Steuersatz berechnet wird: Pauschal mit der 1-%-Regel oder über Einzelabrechnung mit einem Fahrtenbuch. Die Frage ist, wo sparst Du mehr Geld? Machst Du nichts, besteuert das Finanzamt Deinen Dienstwagen nach der Pauschalmethode. Hierzu wird der Listenpreis des Wagens genutzt. Dann musst Du 1% von diesem Betrag monatlich versteuern. Willst Du das nicht, kannst Du ein Fahrtenbuch führen, um dem Finanzamt Deine tatsächlichen geldwerten Vorteile durch Deines Firmenwagens vorzurechnen. Unser Einsparrechner ermittelt für Dich, mit welcher Methode Du weniger Steuern zahlst.

Variante 1: Die Ein-Prozent-Methode

Bei der Ein-Prozent-Methode setzt das Finanzamt pauschal 1% des Listenpreises fest, den Du versteuern musst. Dieser Listenpreis basiert auf der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers bei der Erstzulassung, gegebenenfalls zusätzliche Sonderausstattungen, plus Umsatzsteuer. Daher ist es für diese Methode irrelevant, ob Dein Dienstwagen günstiger war oder gebraucht gekauft wurde.

Zum Listenpreis hinzu kommen noch 0,03% pro Kilometer, den Du zwischen Deiner Wohnung und Firma zurücklegst.

Um die Ein-Prozent-Regel nutzen zu dürfen, musst Du Deinen Firmenwagen mindestens 50% betrieblich nutzen, denn wenn die Privatnutzung überwiegt, musst Du ein Fahrtenbuch führen.

Variante 2: Das Fahrtenbuch

Nutzt Du Deinen Firmenwagen nur wenig privat, solltest Du definitiv ein Fahrtenbuch führen, denn dann musst Du auch nur diesen geringen Anteil versteuern. Solltest Du also einen Firmenwagen besitzen und diesen kaum privat nutzen, könntest Du mit Hilfe eines Fahrtenbuches mehrere hundert Euro im Jahr sparen.

Wichtig ist, dass Du vor dem 1. Januar eines Jahres Deinem Arbeitgeber mitteilen musst, wenn Du Deinen Firmenwagen via Fahrtenbuch versteuern möchtest, denn ein Wechsel innerhalb eines laufenden Jahres zum Fahrtenbuch ist nicht möglich. Solltest Du allerdings innerhalb des laufenden Jahres feststellen, dass die 1%-Regel vorteilhafter ist, kannst Du das Fahrtenbuch einfach sein lassen und das Finanzamt wird Deinen Firmenwagen automatisch via der pauschalen Berechnung versteuern.